Projekt Glockenberg

1. Arbeitseinsatz - Baumstumpfausgrabung im Zeichenstil

Neugestaltung und Instandsetzung des Glockenbergs

Die Ortsgemeinde Kronweiler verfolgt seit mehreren Jahren die Neugestaltung des Glockenbergs im Rahmen der Dorferneuerung. Ziel war und ist es, den Bereich am Glockenturm und das Kriegerdenkmal für die verstorbenen Soldaten des 1. Weltkriegs würdig aufzuwerten und zusätzlich eine sichere fußläufige Zuwegung herzustellen.

Besonders herausfordernd gestaltete sich bereits der Weg zum Förderbescheid: Ursprünglich wurde von der Förderstelle ein barrierefreier Zugang zum Glockenberg verlangt. Aufgrund der extremen Hanglage war dies jedoch technisch und wirtschaftlich in keinster Weise umsetzbar. Erst nach intensiven Abstimmungen und der Verdeutlichung dieser geografischen Gegebenheiten konnte dennoch ein positiver Förderbescheid erwirkt werden.

Dringender Handlungsbedarf durch baulichen Verfall

Baulicher Zustand Denkmal

Dass die Sanierung keinen Aufschub mehr duldete, zeigte die detaillierte Bestandsaufnahme des baulichen Zustands. Das Denkmal wies nach über 100 Jahren Bewitterung erhebliche Schwachstellen auf; über dem Fundament war bereits ein Teil des Sockels abgebrochen.

Noch kritischer war die Situation am Glockenturm: Massive Korrosion hatte etliche Verstrebungen und Eckverstärkungen so stark geschwächt, dass die statische Belastbarkeit nicht mehr gegeben war. Einige Befestigungsnieten waren dem Druck bereits nicht mehr gewachsen und weggeplatzt.

Korrosion am Glockenturm

Da auch das Tragholz der Glocke marode war, hätte die Konstruktion die Fliehkräfte einer schwingenden Glocke nicht mehr lange verkraftet – ein händisches Läuten war aus Sicherheitsgründen nicht mehr verantwortbar. Die gesamte Dokumentation der Schäden verdeutlichte, dass die Standsicherheit der historischen Anlage akut gefährdet war.

Tragholz Glocke

In den folgenden Jahren konnten die notwendigen Rettungsmaßnahmen umgesetzt werden. Ein besonderer Meilenstein war die Elektrifizierung der Glocke im Oktober 2022. Nach über 60 Jahren Handbetrieb erklingt die Glocke nun wieder täglich automatisch um 12:00 Uhr mittags und 18:00 Uhr abends sowie zu Beerdigungen und besonderen Gedenkanlässen.

Starke Gemeinschaftsleistung

Ein wesentlicher Teil des Erfolgs beruht auf dem tatkräftigen Einsatz einiger Männer aus dem Dorf. Mit großer körperlicher Anstrengung wurde die Vegetation auf dem Plateau in Schuss gebracht – einschließlich dem mühsamen Entfernen der Baumstümpfe, die zum Großteil mittels Flaschenzug aus dem Boden gewunden werden mussten. Parallel dazu wurde der Sockel des Denkmals in Eigenleistung fachgerecht ausgebessert. Diese Leistungen trugen maßgeblich dazu bei, das Projekt trotz knapper Budgets voranzubringen.

Aufteilung in zwei Bauabschnitte

Da die ursprüngliche Kalkulation aufgrund der allgemeinen Marktentwicklung nicht mehr ausreichte, wurde das Vorhaben in zwei Abschnitte unterteilt:

  • 1. Bauabschnitt (Plateau): Dieser umfasst die Arbeiten oben auf dem Glockenberg (Sanierung Turm, Denkmalsockel, Aussichtsplattform, Infotafeln). Im Jahr 2025 wurde mit der Errichtung einer Picknickbank auf der Aussichtsplattform der letzte Schritt dieses Abschnitts erfolgreich abgeschlossen.
  • 2. Bauabschnitt (Zuwegung): Dieser betrifft die Erneuerung der Treppenanlage und den Fußweg. Da die Kosten nach einer erneuten Ausschreibung 2024 deutlich über den Erwartungen lagen, wurde entschieden, diesen Teil vorerst nicht auszuführen. Eine spätere Neubeantragung bleibt jedoch eine Option für die Zukunft.

Ein würdiger Ort des Gedenkens

Der Glockenberg konnte in wesentlichen Teilen erfolgreich aufgewertet werden. Der Platz ist wieder ein pietätvoller Ort für Kronweiler geworden – das Ergebnis aus hartnäckiger Planung, öffentlicher Förderung und dem bewundernswerten Einsatz unserer Bürger. Wir haben hier gemeinsam einen Ort erhalten, der an die Geschichte erinnert und gleichzeitig mit einem Ausblick über Kronweiler der zum Verweilen einlädt.

Ausblick: Die Zuwegung bleibt als separates Zukunftsprojekt auf unserer Agenda.

Projekt Timeline: Glockenberg

2018 / 2019

Hürden bei der Planung

Aufnahme in die Dorferneuerung. Verhandlungen um Fördergelder für das Mahnmal-Plateau, da Barrierefreiheit am Steilhang nicht umsetzbar war.

2019

Projektstart & Förderbescheid

Erhalt des Zuwendungsbescheids über 74.200 €. Die Weichen für die Neugestaltung des Glockenbergs (Planung Büro Stadtgespräch) sind gestellt.

Oktober 2019

1. Arbeitseinsatz

Direkt nach dem Startschuss packen die Bürger an: In mühsamer Handarbeit werden alte Baumstümpfe ausgegraben und die Wiesenfläche begradigt. Dies ist der Beginn umfangreicher Eigenleistungen im Gesamtwert von ca. 9.300 €.

August 2019 / 2020

Detailplanung & Vergabe

Das Ingenieurbüro IBUT wird mit der technischen Planung beauftragt. Erste Ausschreibungen zeigen jedoch bereits deutliche Kostensteigerungen über der Kalkulation.

Juni 2020

Erste Ausschreibung & Rückschlag

Die erste Ausschreibung als Gesamtmaßnahme scheitert. Das einzige Angebot liegt 15.000 € über der Kalkulation. Die Gemeinde entscheidet, die Gewerke im Herbst/Winter einzeln auszuschreiben.

2021

Einzelvergabe unter schwierigen Bedingungen

Inmitten der Corona-Pandemie und einer schwierigen Marktsituation werden die Sanierungsarbeiten in Einzelaufträge aufgeteilt. Die Vorbereitungen für die Instandsetzung von Glockenturm und Denkmal laufen an.

Oktober 2022

Elektrifizierung Glockenturm

Installation der elektrischen Läuteanlage. Die Glocke erklingt nun täglich um 12:00 und 18:00 Uhr sowie zu Beerdigungen und besonderen Gedenktagen.

November 2022

Arbeitseinsatz

Bürger führen Ausbesserungen am Gerüst des Glockenturms durch und restaurieren in Eigenleistung den Sockel des Kriegerdenkmals.

Juli 2023

Strategische Teilung

Wegen gestiegener Gesamtkosten wird das Projekt geteilt. Priorität hat der 1. Bauabschnitt (Plateau/Denkmal), um im Kostenrahmen des Förderbescheids zu bleiben.

2025

Abschluss 1. Bauabschnitt

Mit der Errichtung der Picknickbank auf der Aussichtsplattform ist die Neugestaltung des Plateaus am Glockenberg offiziell abgeschlossen.

Zukunft

Ausblick

Die Zuwegung bleibt Ziel

Auch wenn der 2. Bauabschnitt aufgrund der zu hohen Kosten vorerst ausgesetzt und die Förderung zurückgegeben wurde, bleibt die sichere Zuwegung/Treppe fest auf der Agenda der Ortsgemeinde.

Bildergalerie Projekt Glockenberg

Bevor die Sanierung des Glockenturms und des Kriegerdenkmals beginnen konnte, musste das Umfeld hergerichtet werden. Unsere Bildergalerie zeigt den freiwilligen Einsatz vom Oktober 2019, bei dem das Plateau am Glockenberg aus seinem Dornröschenschlaf geweckt wurde. Mit Schaufel, Hacke und purer Muskelkraft bereiteten unsere Helfer die Wiesenfläche vor, um dem Denkmal für die Gefallenen des 1. Weltkriegs wieder einen angemessenen und gepflegten Rahmen zu geben.

Gemeinderat

  • Jochen Bier

    Jochen Bier

    • Bürgermeister
    • Ehrenamtsveteran
    • AOK-Mitglieder-Magnet
    • Der Kümmerer
  • Bernd Seibel

    Bernd Seibel

    • 1. Beigeordneter
    • Opa mit Herzblut
    • Allroundtalent
    • Baustoff-Diplomat
  • Matthias Ruppenthal

    Matthias Ruppenthal

    • Beigeordneter
    • Jagdgenosse
    • Zwangsbeamter
    • Kfz-Meister
  • Gerd Helmes

    Gerd Helmes

    • Ratsmitglied
    • Vernunftstimme
    • Finanzexperte
    • Wohnmobilist
  • Tim Luca Bier

    Tim Luca Bier

    • Ratsmitglied
    • Fußballer
    • Ehrenamtler
    • Newcomer
  • Marco Stürmer

    Marco Stürmer

    • Ratsmitglied
    • Controller
    • IT-Allrounder
    • Content-Creator
  • Michael Gräf

    Michael Gräf

    • Ratsmitglied
    • Schaufelpilot
    • Gemeindediener
    • Metalhead
  • Ernst Ludwig Hebel

    Ernst Ludwig Hebel

    • Ratsmitglied
    • THW-Präzisions-Sprenger
    • Technischer Ausbilder
    • Bundesverdienstkreuzträger
  • Werner Ruppenthal

    Werner Ruppenthal

    • Ratsmitglied
    • Kfz-Meister
    • Großgrundbesitzer
    • Regionalpatriot

    Adresse

    Ortsgemeinde Kronweiler
    Bürgermeister Jochen Bier
    Hauptstr. 16
    55767 Kronweiler
    bm@kronweiler.de

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