Die erste urkundliche Erwähnung eines Ortes markiert nicht dessen eigentliche Geburtsstunde. Auch Kronweiler muss bereits zuvor bestanden haben und tritt mit den überlieferten Quellen lediglich erstmals in das Licht der Geschichtsschreibung.
Einen Hinweis auf das hohe Alter des Ortes liefern sponheimische Urkunden aus dem Jahr 1360. Darin werden Untertanen aus „Crombul“ – dem heutigen Kronweiler – als Bürgen genannt. Weitere überlieferte Namensformen sind „Cromel“ im Jahr 1438 und „Cromell“ im Jahr 1580.
Aus den ältesten Namensformen allein lässt sich das genaue Alter des Ortes zwar nicht sicher ableiten. Dennoch spricht einiges dafür, dass Kronweiler zu den älteren Siedlungen unserer Region gehört. Die Bezeichnungen „Crombul“ und „Cromel“ zählen vermutlich zu den Ortsnamen, die nur aus einem einzigen Wort bestehen. Solche Namen werden allgemein als älter angesehen, während jüngere Siedlungen meist aus einem Bestimmungswort und einem Grundwort gebildet wurden, etwa mit Endungen wie „-hausen“, „-bach“, „-weiler“ oder „-berg“.
Viele dieser jüngeren Orte entstanden in der Zeit zwischen etwa 700 und 1100, als sich fränkische Siedler nach dem Rückzug der Römer wieder im Land niederließen. Aus früheren Jahrhunderten sind nur wenige Urkunden erhalten geblieben, sodass Erstnennungen aus dieser Zeit insgesamt selten sind. Erst ab dem 10. Jahrhundert häufen sich schriftliche Nachweise von Orten an der oberen Nahe.
Die heutige Namensform „Kronweiler“ ist vergleichsweise jung. Sie taucht erst im 18. beziehungsweise frühen 19. Jahrhundert auf. Das spricht dafür, dass der Ort ursprünglich nicht zu den klassischen „Weiler-Orten“ gehörte, sondern einen älteren Namen trug, der sich erst im Laufe der Jahrhunderte wandelte.









